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Die Miniatur Wunderland Hamburg GmbH (kurz
MiWuLa) in der Hamburger
Speicherstadt betreibt die größte
Modelleisenbahnanlage der Welt. Auf den 1.150 m²
Anlagenfläche liegen insgesamt 12 km Gleise in H0 1:87, auf denen 830 digital gesteuerte Züge verkehren. Im
Endausbau soll die Anlagengröße über 2.300 m² mit über
20 km Gleisen betragen. Mit Ausnahme der Schmalspurbahnen (H0e) wird ausschließlich in der Spurweite H0 - also in 1:87 - gebaut.
Inhalt:
- Geschichte des Miniatur-Wunderlands
- Modellbahnanlage
-
Besonderheiten
- Künftige Abschnitte
- Mehr zum Thema Miniatur-Wunderland
- Weblinks
- Quellen
Geschichte des Miniatur-Wunderlands
Nach eigenen Angaben der Brüder Gerrit und Frederik Braun
entstand die ursprüngliche Idee für das MiWuLa
inklusive Finanzierungsplan auf zwei DIN-A4-Blättern. Geldgeber war
die
Hamburger Sparkasse, flankiert durch
Bürgschaften der Eigentümer und später der
Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg.
Nach dem Baubeginn im Dezember 2000 wurden im 16.08.2001 die
ersten drei Anlagenabschnitte in Betrieb genommen. Seither wurden
ständig neue Anlagenteile ergänzt. Seit der Abschnitt Küste
im November 2002 fertiggestellt wurde, ist das Wunderland die größte
Modelleisenbahn in Europa. Die Erweiterungen im Dezember 2003 (USA)
und Juli 2005 (Skandinavien) brachten die Hamburger
schließlich an ihr Ziel, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt zu
bauen.
Modellbahnanlage
Die Besucher gehen in einem langen Flur zwischen verschiedenen
Räumen hin und her. Die Züge fahren an den Raumwänden und auf
inselartigen Ausbuchtungen. Die Anlage besteht bereits aus sieben
fertiggestellten Abschnitten von jeweils 100 bis 300 m²
Modellfläche:
- Die ersten drei Abschnitte wurden parallel erstellt. Sie
zeigen Mittel- und Süddeutschland mit Harz, die
fiktive Stadt Knuffingen (mit Car-System),
die österreichischen Alpen und eine
ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse.
- Der zweite Abschnitt behandelt das Thema Hamburg
und deutsche Küste.
- Der USA-Abschnitt enthält unter anderem
Las Vegas,
Miami, ein Car-System und einen Weltraumbahnhof.
- Der Abschnitt
Skandinavien setzt neue Schwerpunkte mit einer
echten Wasserfläche: In der 30.000 Liter großen
„Nord-Ostsee“-Meereswanne sollen in Zukunft computergesteuerte Schiffe
verkehren. Zur Zeit wird noch manuell gesteuert. Ebenfalls wird hier
Ebbe und Flut simuliert.
- Die über zwei Etagen reichenden Schweizer Alpen
wurden im November 2007 fertiggestellt. Durch einen Deckendurchbruch
auf einer Gesamtfläche von 100 m² erreichen die Berge fast
5 m Höhe. Die Besucher erreichen diese neue Ebene über
Treppen, während die Züge in verdeckten Kehren und in einem Loklift die
Höhenunterschiede überwinden.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten gehören ein simulierter Tagesablauf, bei
dem sich alle 15 Minuten Dämmerung, Nacht und Tag wiederholen.
Dazu gehört eine automatische Lichtsteuerung, die die über 300.000
Lampen zur Tageszeit passend schaltet.
Die 120 Quadratmeter große Fantasiestadt Knuffingen
mit zirka 6.000 Einwohnern ist mit über 100 beweglichen Modellautos
ausgestattet, darunter auch zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, mit denen in
Knuffingen im Schnitt alle zehn Minuten ein Feuerwehreinsatz simuliert
wird. Die Verkehrssimulation wird durch ein modifiziertes Car-System
ermöglicht, das auch in den Abschnitten USA und
Skandinavien eingesetzt wird.
Die Anlage lebt von ihrem großen Detailreichtum, angefangen
von einer sich verändernden Spielstandsanzeige in der HSH
Nordbank Arena über eine magnetisch gesteuerte Kuh in einem
Kuhfladen-Bingo-Spiel bis hin zu einem Miniatur-Blinkenlights
im Hamburg-Teil. Durch rund 100 Schalter können die Besucher Vorgänge
auf der Anlage steuern: zum Beispiel startet ein Bergwerkszug,
Windräder drehen sich, in der HSH Nordbank Arena fällt das nächste Tor,
ein Space Shuttle startet oder ein Hubschrauber hebt ab.
Während besonderer Führungen ist auch ein Blick hinter die
Kulissen möglich.
Künftige Abschnitte
Bevor der Bauabschnitt Flughafen 2009
fertiggestellt sein soll, muss noch ein bevorstehendes Problem behoben
werden: Bis jetzt ist das Car-System aus Eigenentwicklung noch darauf
programmiert, dass die Fahrzeuge sich den Weg durch Knuffingen, Amerika
und Skandinavien selbst suchen. Beim Abschnitt Flughafen
wird dies nicht mehr möglich sein. Die Fahrzeuge müssen auf Befehle
ansprechbar sein. Dafür werden deutlich schnellere Rechner nötig werden.
Außerdem befinden sich Bauabschnitte zum Mittelmeerraum mit
Frankreich und Italien in Planung. Hierfür soll ein weiterer kleiner
Deckendurchbruch von 25 m² die Verbindung zwischen drittem und
zweiten Stock herstellen.
Im Oktober 2007 gaben die Betreiber bekannt, dass der
Vermieter der Gebäude bis 2011 eine Verbindungsbrücke zum
Nachbargebäude bauen möchte. Hierin stehen dem Miniatur-Wunderland dann
nochmal 3000 bis 4000 m² Fläche zur Verfügung. Nach ersten
Planungen soll der USA-Abschnitt erweitert oder um Kanada ergänzt
werden. Weitere Bauabschnitte im neuen Gebäude könnten das Vereinigte
Königreich, Afrika, Asien oder eine Zukunftslandschaft sein
Mehr zum Thema Miniatur-Wunderland
Weblinks
Quellen
- Freie Enzyklopädie Wikipedia
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