|
In
diesem Tipp geht es um die Herstellung von Decals (Nassschiebebilder),
die zur Herstellung bzw. Verschönerung von einzigartigen Lokomotiven
oder anderen Unikaten dienen können. Diese Ausführungen richten sich an
Indivdualisten, auch jene mit mittelmäßigem Geschick und mittlerer
Geduld, die nicht wollen, dass ihr(e) Diorama/ Anlage wie von der
Stange aussieht. Inhlat:
- Das Vorbild
- Ausgangsmaterial
- Die Decals
- Die Rettung
- Ergebnis
- Galerie
- Weblinks
- Quellen
Das VorbildVor einiger Zeit wurde diese Lok zum Objekt meiner Begierde, und so machte ich mir ein paar Gedanken zum Eigenbau. AusgangsmaterialZunächst
mußte ein Gehäuse her. Nach Möglichkeit ein Gehäuse in einem schlechten
Zustand; da kann man wenigstens nichts kaputt machen. Leider habe ich
vergessen, das Gehäuse zu fotografieren. Es mußte anderweitig bereits
für Lackierversuche herhalten und erfüllte damit meine Anforderungen.
Also muß erstmal die alte Lackierung runter. Mehrfach hatte ich bereits
gelesen, dass das bei Kunststoffteilen, mit Bremsflüssigkeit gut
funktionieren soll. Ich habe das Gehäuse für ca. 2 Stunden in
Bremsflüssigkeit eingelegt und es geht wirklich hervorragend. Einer
längeren Einwirkzeit (z.B. über Nacht) stehe ich skeptisch gegenüber,
da Bremsflüssigkeit ja bekanntlich Wasser zieht und somit dem
Kunststoff die gesamte Restfeuchte entziehen würde. Wahrscheinlich wäre
das Gehäuse danach sehr spröde. Die Bremsflüssigkeit ist giftig und muß
als Sondermüll entsorgt werden. Dem Vorbild entsprechend habe ich noch eine kleine Gesichtskorrektur vorgenommen. Okay, silber ist klar (Felgensilber + Klarlack aus der Sprühdose), aber wie mache ich die Beschriftung? Die DecalsNatürlich
darf man bei solchen Projekten die Urheberrechte nicht außer Acht
lassen. Daher habe ich erstmal eine Email an die MKB geschrieben. Am
nächsten Tag kam auch prompt die Antwort mit allen Farb.- und
Schriftangaben, sowie einer Genehmigung, diese Angaben für meine
privaten Zwecke nutzen zu dürfen (vielen Dank). Mit diesen Vorgaben ist
es möglich, bei der Fa. Kreye, profesionelle Decals erstellen und
drucken zu lassen. Da die Decals bei Kreye im Siebdruckverfahren
hergestellt werden, kann man dort auch gestochen scharfe Schriften
erwarten. Laut Angebot hätte das 52,-EUR gekostet, was ich durchaus für
gerechtfertigt halte....dann aber doch meinen Prinzipien als
"Selbermacher" widerspricht. Also versuchte ich es erst mit
Decal-Folien, die man mit Tintenstrahl bedrucken kann (Stück 2,-€). Beim
Erstellen der Grafiken kommt es sehr auf das eigene Geschick sowie die
verwendete Soft.- und Hardware an. Ich zähle mich eher zu den den
untalentierten Menschen. Nach paint, PhotoImpact, sowie dem
Druckprogramm meines canon Pixma-Druckers, bin ich dann bei coreldraw
gelandet. Nach vielen Versuchen und Probedrucken auf Papier, wurde es
dann ernst und es erfolgte der Ausdruck auf den kostbaren Decal-Folien. Da
die Kombination "Tintenstrahldruck auf Nass-Schiebe-Folie" eher
kontraproduktiv ist, müssen diese natürlich versiegelt werden. Den
Klarlack von Microscale sollte man aber nur mit airbrush vewenden.
Vorsichtiges pinseln hat nämlich dieses negative Ergebnis gebracht. Ein
gutes Ergebnis hatte ich mit dem Acryl-Klarlack von Faust (Praktiker).
Ganz bedenkenlos war das aber auch nicht, da der Lack nicht
"lösemittelfrei" sondern lediglich "lösemittelreduziert" ist. Aber so
hat es funktioniert. Das
Zeug läßt sich leider nur ungefähr so gut verarbeiten wie Gelantine.
Spart euch lieber, was ich an Lehrgeld gezahlt habe, ich glaube, das
hat keinen Zweck. Die RettungAber Aufgeben wollte ich trotzdem nicht und so kam ich an den www.drucker-onkel.de. Hier besteht folgende Möglichkeit: Man schickt ihm die selbst
erstellte Druckvorlage, und der drucker-onkel.de druckt dann wahlweise
mit Laser oder Thermotransfer. Das kostet 9,-€ plus 2,50€ Porto und hat
gerade mal 4 Tage gedauert und wenn es nicht so weit weg wäre, dann wär
ich hingefahren und hätte ihn umarmt. So, die ersten Nassschiebebilder sitzen. Leider
muß man mit Weichmacher nachhelfen, um die Folie richtig anzupassen.
Mit zunehmender Anzahl an Anwendungen leidet diese allerdings auch
wieder. Also rechtzeitig aufhören und mit Klarlack versiegeln. Ergebniszunächst provisorisch auf den Fahrgestell einer andern V160
Etwas
mehr Übung, dann wird es garantiert noch besser. Für meinen Teil bin
ich aber durchaus zufrieden, weil ich wieder mal bewiesen habe, dass
man mit relativ geringen Mitteln eine ganze Menge ereichen kann. Weitere Möglichkeiten für Notabschaltungen
WeblinksQuellen- Freie Enzyklopädie Modellbau Wiki
|